Biografie

Werner Kirschbaum gehört zu den bedeutendsten Vertretern des experimentellen Avantgarde-Jazz. Für ihn sind seine Klavier-Improvisationen die Reflexion von Momenten, die ihn nachhaltig beeindruckt haben. Ob dramatische Abschnitte und prägende Ereignisse oder pointierte Banalitäten und Begegnungen – das Klavier nutzt Werner Kirschbaum als Ausdrucksmittel für leidenschaftliche Erzählungen. Stilistisch kreiiert er damit eine weitere Variante des Avantgarde-Jazz.

Werner Kirschbaum belongs to the most important representatives of the experimental Avantgarde-Jazz. For him, his piano improvisations are the reflexion of moments which have made a lasting impression on him. Whether there are dramatic segments and defining events or emphasised banalities and meetings – Werner Kirschbaum uses the piano as a means to express passionate stories. In this way he stylistically creates a further variation of Avantgarde-Jazz.

  • geboren in Hennef/Sieg
  • Klavierstudium bei der Liszt-Urschülerin Eva-Maria Kaiser-Jühe, dem argentinischen Pianisten und Komponisten Diego Feinstein und dem Pianisten Rudolf Buchbinder
  • Studium der Musik- und Theaterwissenschaft an der Universität Köln
  • seit 1982 Dozent für Klavier, Jazz und Improvisation an der Musikakademie der Stadt Kassel „Louis Spohr“

 

  • born in Hennef/Sieg (Germany)
  • Piano studies with one of Liszt’s original follow-pupils Eva-Maria Kaiser-Jühe, the Argentine pianist and composer Diego Feinstein and the pianist Rudolf Buchbinder
  • Study of musicology and theory of drama at the University of Cologne
  • since 1982 assistant professor of piano, jazz and improvisation at the Academy of Music „Louis Spohr“, Kassel (Germany)

 

Ob als Solo-Pianist oder in Begleitung hochkarätiger Jazzmusiker wie Günter Heinz (Posaune), Lou Grassi (Schlagzeug) und Roland Graeter (Cello): Mit einen Konzertimprovisationen setzt Werner Kirschbaum sowohl in der Freejazz-Szene hierzulande als auch international aufgrund seiner unkonventionellen Spielweise Akzente.

As a solo pianist or in company of famous jazz musicians such as Günter Heinz (trombone), Lou Grassi (percussion) and Roland Graeter (cello): with his concert improvisations Werner Kirschbaum puts his stamp on the international Freejazz-Scene by means of his unconventional way of playing.

Seine Vorliebe für Seltenes und Eigenständiges in der Musik spiegelt sich in seinem Repertoire wider. Da sind einerseits Piano-Jazz-Stücke im Stile des freien Jazz. Werner Kirschbaum experimentiert außerdem mit Schlagen, Zupfen und andere Techniken, mit denen er die Klangreserven seines Instrumentes auslotet.

Ergänzend generiert er am Computer Zuspielstücke, teils nach harmonischer, teils nach perkussiver Vorlage. Sie bilden für den Pianisten die Plattform, um spontan auf verschiedenen Ebenen mit musikalischer Virtuosität zu reagieren.

Werner Kirschbaum (Foto: Ilona Polk)

Foto: Ilona Polk

„Bei der Zusammenstellung meines jeweiligen Programmes sind meine aktuellen Stimmungen und persönlichen Realitäten ganz entscheidend. Daher sind die Stücke immer wieder stark abhängig von Ort, Zeit und Gemütszustand. Die individuelle Prägung ist ein zentraler Begriff innerhalb meiner Musik. Parallel zur visionären Entstehung meiner Stücke entwickelt sich die Musik. Was dann bleibt, ist lediglich das Konzept – die Komposition. Solange beim Spielen kein Konzert dem anderen gleicht, fühle ich mich musikalisch lebendig.“ — Werner Kirschbaum